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Mathe-Therapie-Zentrum Friedrichsdorf / Bad Homburg |
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Rodensteinschule Fränkisch..Crumbach, Grundschule Beerfurth und Grundschule Wersau am Montag, den 27.11.06 von 9:00-16:30 Uhr Thema: Dyskalkulie, Diagnose-Ursachen-Förderung
In den Räumen der Grundschule Beerfurth trafen sich die Kolleginnen und Kollegen dreier Schule des Gersprenztales. Eine erste und wichtige Gelegenheit, sich gemeinsam zum Thema "Dyskalkulie" fortzubilden und in den unterrichtlichen Austausch zu treten. Angesichts der neuen Erlasslage zum Nachteilsausgleich eine dringend notwendige Veranstaltung, um nicht nur die Sach- und Fachkompetenz der Lehrkräfte auszubauen, sondern vor allem auch um ein adäquates Diagnoseinstrumentarium und geeignete Fördermöglichkeiten kennen zu lernen und gemeinsam zu planen und zu erproben.
So fand am Vormittag eine Fortbildung mit Frau Dipl. Psych. Angelika Schlotmann vom Rechen-Therapie-Zentrum Heidelberg-Hirschberg statt unterstützt von Frau Frühling, ebenfalls vom Rechen- Therapie-Zentrum.
Neben Basisinformationen zur Rechenschwäche stellte Frau Schlotmann im ersten Teil der Fortbildung die sog. .Hochhausrnethode" als Diagnoseinstrument vor, anschließend führte sie in die von ihr entwickelte "Wasserglasschüttmethode" ein, mit der sie nun inzwischen seit 7 Jahren beachtliche Erfolge in der Therapie von Kindern mit Rechenschwäche erzielt, da diese Methode, so Frau Schlotmann, darauf basiert
>die Grundfähigkeiten der mathematischen Logik zu erlernen, statt stundenlang zu üben<.
Im praktischen Teil der Fortbildung bestand ausführlich Gelegenheit, sich mit dieser Methode auch im Hinblick auf Möglichkeiten der Umsetzung im Unterricht vertraut zu machen. Entscheidend ist dabei zunächst eine möglichst frühzeitige und sichere Diagnose, denn während ca. 6% der Grundschülerlnnen eine rechentherapeutische Förderung erhalten, liege die "Dunkelziffer" nach Frau Schlotmann weitaus höher und würde bei diesen Schülernlnnen erst in der 6ten oder 7ten Klasse deutlich, da bis dahin mit viel Fleiß und Ehrgeiz'die nicht operationalisierte Rechenfertigkeit durch schlichtes Auswendigiemen kompensiert würde.
Die sog. >Schüttmethode< beruht auf der Kenntnis, dass zunächst die Abstraktion von der Zahlenreihe zur Mengenvorstellung der Zahlen geleistet sein muss, um die verschiedenen Rechenoperationen erfolgreich bewältigen zu können.
Wasser als "Nicht-Zählbares-Element" bietet insofern eine geeignete Basis um Mengenvorstellungen zu fördern und zu festigen, in dem durch den Schüttvorgang
(10 Schluck in einem 1 Glas = 1 "gerechter Schluck" auf 10 Gläser)
die Mengenvorstellung handelnd erprobt und geübt werden kann. 
Die Methode wirkt um so überzeugender als sie für alle Rechenoperationen
und in jeder Jahrgangsstufe einsetzbar ist.
Die angeregte Diskussion zum Abschluss machte deutlich, dass die Fortbildung
nicht nur für wichtige Sach- und Fachkenntnisse im Hinblick auf einen methodisch-didaktisch
fundierten Rechenunterricht gesorgt hatte, sondern darüber hinaus wichtige
Denkanstöße geliefert hatte, die für die gemeinsame Weiterarbeit am Nachmittag
zur Erarbeitung gezielter Fördermöglichkeiten eine gute Basis bilden konnten.
>Bericht Päd, Tag - G-Beerfurth/G-Wersau/Rodensteinschule <